Sanierung

Das neue Schutzschirmverfahren (§ 270b InsO) ermöglicht bereits bei drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ein eigenständiges Sanierungsverfahren.

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Seit 2012 wird dem Schuldner zur Vorbereitung einer Sanierung im Zeitraum zwischen Eröffnungsantrag und Verfahrenseröffnung ein eigenständiges Sanierungsverfahren zur Verfügung gestellt. Er hat bei drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung die Chance, im sog. Schutzschirmverfahren (§ 270b InsO) in vorläufiger Eigenverwaltung einen Sanierungsplan zu erstellen, der anschließend durch einen Insolvenzplan umgesetzt werden soll. Der Geschäftsführer (verstärkt um einen insolvenzerfahrenen Sanierungsgeschäftsführer, CRO) bleibt weiterhin „Herr des Geschehens“; ihm wird vom Gericht ein vorläufiger Sachwalter zur Seite gestellt.

Insolvenzverwaltung

Die Eigensanierung durch Insolvenzplan (§§ 217 ff. InsO) verhindert eine Zerschlagung des Unternehmens - eine Wertevernichtung findet nicht statt. Die Sanierung eröffnet eine 2. Chance.

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Das Insolvenzplanverfahren (§§ 217 ff. InsO) dient der Sanierung des Unternehmensträgers (Eigensanierung). Eine Zerschlagung des Unternehmens wird verhindert – Werte somit erhalten. Das Verfahren ist durch die ESUG-Reform (2012) deutlich verbessert worden: Eingriffe in Anteilsrechte der Gesellschafter z.B. bei einem Gesellschafterstreit (Fall „Suhrkamp“) sind nunmehr erlaubt; Forderungen von Gläubigern können in Eigenkapital umgewandelt werden (Debt-Equitity-Swap); Rechtsmittel einzelner Gläubiger zur Torpedierung des von der Gläubigermehrheit getragenen Insolvenzplans werden zurückgefahren; Vereinfachung der Verfahrensaufhebung usw. Die Attraktivität des Insolvenzplanverfahrens hat sich damit deutlich verbessert.

Restrukturierung

Die Zertifizierung der Insolvenzabteilung des Verwalters garantiert Qualität im Rahmen der Betriebsfortführung und der Erarbeitung von Sanierungskonzepten, was zur Massemehrung und damit zu höheren Quoten führt.

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Ziel des Insolvenzverfahrens ist die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger, in dem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung getroffen wird (§ 1 InsO). Im Rahmen einer Betriebsfortführung kann eine Sanierung geprüft und durch Asset Deal oder Insolvenzplan unter Rettung vieler Arbeitsplätze umgesetzt werden. Der Erfolg eines Verfahrens lässt sich anhand der erwirtschafteten Ergebnisse unter Einsatz bestimmter Mittel zur Massemehrung (wie Anfechtung, Haftungsansprüche gegen Geschäftsführer und Berater, Beitreibung von Forderungen usw.) messen. Fortführungsinsolvenzen, die höchste Anforderungen an den Verwalter und sein Team stellen, führen regelmäßig zu höheren Quoten für die Gläubiger. Die Zertifizierung der Insolvenzabteilung des Verwalters garantiert Qualität und damit eine „gute“ Insolvenzverwaltung.

Im Bereich des Insolvenzrechts und des Sanierungsrechts beraten wir Sie umfassend.

Erfahrung, insolvenzrechtliche Kompetenz und sanierungsrechtliche Spezialkenntnisse sind unabdingbare Voraussetzungen, um Insolvenzverfahren professionell abzuwickeln. Rechtsanwalt Michael J. W. Blank ist als Insolvenzverwalter im Saarland und als Sanierungsexperte bundesweit auf dem Gebiet des Insolvenzrechts tätig.

saarinso ist ein Informationsangebot von RA Blank, Kanzlei Fischer Krauter Blank & Möller in Völklingen (Saarland), zu den Themen Insolvenzrecht und Sanierung. Als Fachanwalt für Insolvenzrecht wird Rechtsanwalt Blank regelmäßig zum Insolvenzverwalter im Saarland bestellt.

Arbeitsschwerpunkte sind die klassische Insolvenzverwaltung und die Sanierung von Unternehmen im Schutzschirmverfahren und im Insolvenzplanverfahren sowie die übertragende Sanierung (Asset Deal) zur Rettung wertvoller Arbeitsplätze. Zum Leistungsangebot gehört somit das gesamte insolvenzrechtliche und betriebswirtschaftliche Spektrum. Der Verwalter versteht sich als Spielführer einer aus Spezialisten (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Fachanwälten, Sanierungsgeschäftsführer CRO) bestehenden Mannschaft.?

Im Fokus stehen weiter neueste Gesetzesvorhaben (z.B. Konzerninsolvenzrecht, Reform der EuInsVO), aktuelle Rechtsprechung und Neues aus der Wissenschaft zum Thema Insolvenzrecht, Gesellschaftsrecht, Bankrecht und Arbeitsrecht. Die neuesten Entwicklungen der verschiedenen Verfahren, wie Schutzschirm, Eigenverwaltung und Insolvenzplan werden vor dem Hintergrund des ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) kritisch beobachtet.